Die Heiligen Drei Könige

Früher wurden am 6. Januar die Geburt Jesu und die „3 Weisen aus dem Morgenland“ gefeiert.
Erst gegen Ende des 4. Jahrhunderts wurden die Feste voneinander getrennt. Ab diesem Zeitpunkt wurde jedes Jahr am 6. Januar zu Ehren der Weisen, auch die „Heiligen Drei Könige“ genannt, das Dreikönigsfest gefeiert. Dieses Dreikönigsfest gibt es in allen katholischen Bundesländern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.

Die heiligen Drei Könige, auch genannt Caspar, Melchior und Balthasar waren 3 Könige, Weise oder auch Sterndeuter aus dem Morgenland. Diese waren einem Stern gefolgt, der sie direkt nach Bethlehem in einen Stall führte, wo das Jesuskind in einer Krippe lag. Dort huldigten sie dem neugeborenen Jesuskind und brachten ihm Geschenke wie Gold, Weihrauch und Myrrhe dar.

Seit dem 16. Jahrhundert gibt es Sternsinger. Damals waren es Kinder, die von Haus zu Haus gingen und von der Geburt und vom Leben Jesus sangen und dafür kleine Geschenke bekamen.
Heute verkleiden sind meist Ministranten als Heilige Drei Könige und gehen von Haus zu Haus.
Dort singen sie oder sagen Reime auf und sammeln Geld für arme Kinder.
Zum Dank für die Spenden wird das Haus mit Weihrauch gesegnet und die Haustür wird mit den Initialen C+M+B und der Jahreszahl versehen (20C+M+B11).
Die Initialen C+M+B bedeuten „Christus mansionem benedicat“ was auf deutsch „Christus segne dieses Haus“ bedeutet. Der Segen der Heiligen Drei Könige soll Haus und Hof vor Unheil bewahren.

Die Heiligen drei Könige aus dem Morgenland

Die drei Weisen aus dem Morgenland wussten von einer Prophezeiung, dass der Befreier der Menschen, der Messias unter einer bestimmten Sternenkonstellation auf die Erde kommen würde. Als dies so eintraf und Jesus in Bethlehem geboren war, kamen die drei Weisen aus dem Morgenland nach Jerusalem, weil sie dem Stern folgten. Die drei Weisen waren Caspar (aus Afrika), Melchior (aus Europa) und Balthasar (aus Asien).

Zu dieser Zeit war Herodes König. Als die Weisen aus dem Morgenland zu König Herodes kamen und nach dem neugeborenen König der Juden fragten, erschrak dieser und ließ alle hohen Priester und Schriftgelehrten zusammenkommen und wollte wissen, wo der Messias geboren wurde.

Zur Antwort bekam er in Bethlehem in Judäa, so wurde es vom Propheten prophezeit.

Herodes ließ die Weisen zu sich kommen und wollte von ihnen wissen, wann der Stern erschienen ist. Anschließend schickte er sie nach Bethlehem, sie sollten das Kind suchen und ich Bericht erstatten. Als Vorwand gab er an, er wolle dann auch zu dem Kind und ihm huldigen.

Als sie sich auf den Weg nach Bethlehem machten, zog der Stern, den sie aufgehen sahen bis zum Stall, wo das Kind war vor ihnen her.

Sie gingen in den Stall, dort wo die Krippe stand und sahen das Kind und seine Mutter. Sie fielen vor ihnen nieder und huldigten ihm. Anschließend beschenkten sie das Jesuskind mit kostbaren Schätzen wie Gold, Myrrhe und Weihrauch.

Da den Weisen im Traum ein Engel erschien und sie davor warnte zu Herodes zurückzukehren, nahmen sie einen anderen Weg zurück in ihr Land.