Einschlaftipps vom Schlafexperten Jürgen Schuster

von Jürgen Schuster

Paar im Bett, sie schlaeft, er sieht sie an12 Tipps und Informationen, die Sie so noch nicht überall gehört haben. Denn sie kommen aus der Praxis und von einem Team, für das guter Schlaf eine Herzensangelegenheit darstellt.

Erholsamer Schlaf versorgt Sie mit der Energie für ein gutes und aktives Leben. Im Schlaf werden viele Reparaturvorgänge abgearbeitet und das Gehirn regeneriert. Ausreichender und tiefer Schlaf ist DIE Voraussetzung für Leistung im Beruf und stabile Gesundheit im Alter. Genießen Sie Ihren Schlaf und achten Sie darauf, dass er möglichst selten zu kurz kommt.

1. Schlafhygiene ist das Beste aller Mittel um schneller einzuschlafen.

Damit gemeint ist eine ruhige Zeit am Abend, in der Sie sich ganz auf sich selbst und Ihre Bedürfnisse konzentrieren. „Chillen“ lautet das Motto, gedämpftes Licht, angenehme Musik, ein nächtlicher Spaziergang, ein warmes Bad – was auch immer Ihnen gefällt um die Hektik des Tages zu vergessen. Störende Sorgen, Geschimpfe über den Beruf und Grübeleien treten Sie für heute in die Tonne.

2. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Schlafzimmer dunkel und kühl ist. Gekipptes Fenster wenn Sie auf dem Land wohnen (Insektengitter !) oder Stoßlüften in der Stadt, damit Sie frische Luft haben.

3. Achten Sie auf gutes Bettzeug, damit Sie sich auf Ihr Bett freuen können. Eine Oase der Ruhe soll Ihr Schlafzimmer sein, und ein Platz um den Alltag loszulassen. Ein Ort der Geborgenheit für die Nacht, das gilt auch für die Einrichtung.

4. Das blaue Licht von Bildschirmen versetzt unser Hirn in künstliche Aufregung. Schalten Sie deswegen mindestens 1 Stunde vor dem Schlafen Fernseher und Laptop aus. Unser Schlafhormon Melatonin wird sonst unterdrückt – es hat eine enorme Bedeutung für unsere Gesundheit.

5. Baldrian, Melisse und viele andere Substanzen aus der Natur wirken tatsächlich beruhigend und fördern den Schlaf. Auch das berühmte Glas Milch mit Honig wirkt bei leichten Schlafstörungen. Bei nächtlichen Krämpfen überprüfen Sie mit Ihrem Arzt Ihr Magnesium und vor allem Ihr Vitamin D.

6. Alkohol am Abend ist zwar üblich, kann jedoch den Schlaf empfindlich stören. Dabei gilt ein Bier oder ein Viertele Wein zum Abendessen als unbedenklich, weil es der Körper nach ein paar Stunden schon weitgehend abgebaut hat. Deutlich mehr Alkohol sorgt nachts für einen oberflächlichen und wenig erholsamen Schlaf.

7. Unruhige Beine und nächtliche Atemaussetzer gehören zu den häufigsten Unruhestiftern bei Nacht. An ausreichend guten Schlaf ist dann nicht mehr zu denken. Beides kann behandelt werden, sprechen Sie Ihren Arzt oder den Spezialisten im Schlaflabor gezielt an. Die Rückkehr zu einer guten Tagesenergie wird dann möglich.

8. Aufwachen in der Nacht ist normal. Verbannen Sie die Uhr aus dem Blickfeld und schlafen Sie in Ihrem wunderbaren Bett einfach weiter.

9. Ein halber Elektroladen im Schlafzimmer stört vermutlich den Schlaf. Es gibt viele Hinweise, dass starke elektromagnetische Felder die Ausschüttung von Melatonin stören und somit auch den Schlaf in seiner Qualität beeinflussen. Das Handy kann während des Schlafens „offline“ geschaltet sein, falls sie es als Wecker benützen.

10. Kauen beruhigt – deswegen essen wir gerne bei Stress. Vielen Menschen hilft es, ganz gezielt noch eine Kleinigkeit vor dem Schlafengehen zu sich zu nehmen. Süßigkeiten sind dabei eher schädlich – wir empfehlen „Superfood“, z.B. ein paar Nüsse oder dunkle Schokolade. Auch etwas Vollkornbrot mit Butter hilft vielen – probieren Sie aus, was Ihnen gut tut.

11. Bewegung ist das stärkste bekannte Schlafmittel. Wenn Sie von einem langen Tag erschöpft sind, genügt der kleine Spaziergang. Gehen Sie dabei lieber kürzer, aber flotter. Das baut Stress ab. Auch etwas Gymnastik vor dem Fernseher wird von Ihrem inneren Schweinehund sicher übersehen. Dafür sind die Werbeblöcke da.

12. Wenn Ihnen Ihr guter Schlaf trotz all dieser Anregungen noch nicht so recht gelingen will, dann können Sie es z.B. mit 5-HTP versuchen. Eine wenig bekannte aber wertvolle Substanz, aus der unser Körper tags das Glückshormon Serotonin und nachts unser Schlafhormon herstellt. Oder Sie sprechen Ihren Arzt direkt auf Melatonin-Präparate an.

Fazit: Schlafen ist möglich, auch wenn es in unserer hektischen Umwelt manchmal schwierig erscheint. Es gibt immer Chancen, die wir nützen können.

Und Fragen zum Thema beantworten wir gerne.

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