Mehr (zum Thema) Schlaf

Seiner Sache schenken wir im Lauf unseres Lebens besonders viel Zeit – dem Schlaf. In Zahlen ausgedrückt: durchschnittlich ganze 24 Jahre!

Im Vergleich dazu verbringt der Deutsche 12 Jahre vor dem Fernseher und widmet dem Sport nur 19 Monate. 8 Jahre unseres Lebens arbeiten wir, 5 verbringen wir mit Essen. Kochen und Brote richten „kostet“ uns 3 weitere Jahre.

Umso beunruhigender die Fakten aus einer aktuellen repräsentativen Studien einer bekannten deutschen Krankenkasse. Demnach leiden 80% der deutschen Arbeitnehmer an Schlafstörungen. Hochgerechnet auf die Bevölkerung sind das etwa 34 Millionen Menschen.

Schlafdauer

10,5 – 18 Std. Säuglinge (1 bis 11 Monate)
12 bis 14 Std. Kleinkinder (1 bis 3 Jahre)
11 bis 13 Std. Kindergartenkinder
10 bis 11 Std. Schulkinder (5 bis 10 Jahre)
8,5 bis 9,25 Std. Teenager (11 bis 17 Jahre)
7 bis 9 Std. Erwachsene / Ältere

Schlafstunden pro Tag im jeweiligen Lebensabschnitt

Umso wichtiger ist es, dass wir uns mit unserem Schlaf auseinandersetzen.

Aufgrund der großen Bedeutung und Wichtigkeit, haben wir Wissenswertes und Interessantes für Euch zum Thema Schlaf zusammengetragen:

1. In Deutschland wird durchschnittlich weniger geschlafen*.
Nämlich 7 Stunden und 45 Minuten. Damit liegen die Deutschen knapp unterhalb des weltweiten Mittels. Den meisten Schlaf mit 8 Stunden und 12 Minuten gönnen sich die Niederländer. Sie bleiben fast 30 Minuten länger im Bett als der durchschnittliche Deutsche. Am wenigsten schlafen die Menschen in Japan und Singapur: 7 Stunden und 24 Minuten.

2. Spanier schlafen gern aus*.
Die Untersuchung der amerikanischen Wissenschaftler kam außerdem zu der Erkenntnis, dass es Unterschiede in den jeweiligen Zubett- und Aufsteh-Zeiten gibt: In Neuseeland wird am frühesten ins Bett gegangen – bereits gegen 22.45 Uhr gehen bei den Neuseeländern die Lichter aus. Dafür stehen sie aber auch schon um 6.45 Uhr wieder auf. Die Südeuropäer dagegen – allen voran die Spanier und Italiener – gehen spät ins Bett – erst kurz vor Mitternacht, schlafen dafür aber auch bis 7.45 Uhr.

3. Müdigkeit im Straßenverkehr ist tödlicher als Alkohol.
Wer zu wenig schläft, entzieht nicht nur seinem Körper die notwendige Erholung, sondern kann als Verkehrsteilnehmer zur tödlichen Gefahr werden. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) hat ermittelt, dass jeder fünfte Unfall (18,5%) auf Müdigkeit zurückzuführen ist. Jeder sechste Verkehrstote stirbt aufgrund von Schläfrigkeit am Steuer. Alkohol als tödliche Ursache wird dagegen lediglich bei jedem 13. tödlichen Unfall konstatiert.

4. Warnhinweis für Schnarcher: „Bitte die Bedienung von schweren Maschinen unterlassen“.
Der Grund: Wer unter einer besonders schweren Form des Schnarchens, dem sog. obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom leidet, hat ein doppelt so hohes Risiko einen Arbeitsunfall zu verursachen. Bei Frauen ist die Wahrscheinlichkeit sogar dreimal so hoch.Schnarchen

5. Weniger Schlaf auf Rezept.
Wenn Schäfchen-Zählen und Lavendelkissen nicht mehr helfen, greifen viele von Schlaflosigkeit Geplagte zu Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Der Bedarf der frei verkäuflichen Schlafmittel hat sich hierbei erhöht, bei gleichzeitigem Umsatzrückgang der rezeptpflichtigen Medikamente um 3,7% auf nur noch 94 Millionen Euro (2015).
Frei erhältliche Schlaftablette brachten den Pharmaherstellern damit gleich viel Umsatz wie ein Halsschmerzmittel.

6. Später Matratzen-Wechsel.
Als Experte für Matratzen wissen wir natürlich längst: Bevor zur Chemiekeule gegriffen wird, sollte erst geprüft werden, ob die Umstände für erholsamen Schlaf gegeben sind. Neben Faktoren wie Raumtemperatur, Lautstärke etc. spielt natürlich die Matratze eine wesentliche Rolle.
Fachleute raten, dass Matratzen allerspätestens nach zehn Jahren ausgetauscht werden sollten.

Beim Kauf oder der Neuanschaffung einer Matratze gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Was genau, haben wir hier zusammengefasst.

7. Die wichtigsten Schlafräuber
Nächtliches Hin- und Herwälzen, langsam vergehende Stunden und morgendliche Mattigkeit kann auf drei Hauptschuldige zurückgeführt:

*Sorgen und Gedanken
*wichtige Ereignisse
*Lärm

Hilfreiche Tipps zum Einschlafen findet Ihr hier und hier

8. Alarmierende Nebenwirkungen von SchlafstörungenMüdigkeit
Bereits eine halbe Stunde Schlaf bedeutet einen deutlichen Unterschied in puncto Leistungsfähigkeit des Gehirns und Langzeitgesundheit, so das Team um die US-Forscherin.
Schläft man einige Tage nicht, kann sich dies auswirken, wie der Genuss von zu viel Alkohol.
Tagesmüdigkeit, Erschöpfung, Leistungsabfall und erhöhte Krankmeldungen sind nur einige Folgeerscheinungen von Schlafstörungen. Das Risiko an Depressionen und Angststörungen zu erkranken ist bei Menschen mit Schlafproblemen zudem erhöht, so Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit

*Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2016 und wurden von der US-Forscherin Olivia Walch von der University of Michigan und deren Team mittels einer App unter 5500 Probanden gewonnen.

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