Optimale Schlafqualität für Hausstauballergiker

Der Mensch verbringt im Laufe seines Lebens fast ein Drittel seiner Zeit mit Schlafen. Jedoch empfindet jeder die Temperatur im Schlafzimmer und das Klima im Bett anders. Die richtige Umgebung und ein auf die persönlich abgestimmten Bedürfnisse angepasstes Bett tragen daher maßgeblich zur Schlafqualität bei.

Auch Hausstaubmilben fühlen sich in feucht-warmen Räumen wie dem Schlafzimmer besonders wohl. Sie halten sich bevorzugt in textilen Gegenständen wie Matratzen, Decken und Kissen auf, da sie hier genug Nahrung (Hautschuppen, Schimmelpilze und tierische Fasern) vorfinden.

Wenn ihr jedoch unter einer Hausstauballergie leidet, bedeuten diese „Mitbewohner“ für euch oft eine deutliche Einschränkung eurer Lebensqualität. Ihr leidet unter Symptomen und Beschwerden, wie Hautausschlag, Dauerschnupfen, tränenden Augen oder asthmatischen Anfällen. Ausgelöst wird die allergische Reaktion hauptsächlich durch den Kot der Milben, der sich in den Textilien befindet.

Speziell für euch Hausstauballergiker ist es deshalb sehr wichtig vor allem die Bettwaren so auszuwählen, dass ihr möglichst wenig in Kontakt mit Allergenen kommt. Matratzen sollten nach spätestens acht Jahren ausgetauscht werden und mit der Kennzeichnung „Allergikerfreundlich“ versehen sein. Entgegen vieler Vermutungen ist es nicht nachgewiesen, dass sich Hausstaubmilben in gewissen Matratzenfüllungen, wie beispielsweise Schaumstoff oder Federkern, besonders wohl fühlen. Am sinnvollsten ist es daher spezielle, allergendichte Matratzenschonbezüge (Encasings) zu verwenden. Diese verringern den Kontakt mit Milben sowie deren Kot und schützen so vor Allergenen und Parasiten. Wenn ihr unter einer Hausstauballergie leidet ist es außerdem empfehlenswert Kopfkissen, Bettdecke sowie die Bettwäsche regelmäßig zu lüften und häufig, bei mindestens 60°C zu waschen.

Versucht euren Schlafbereich so gut es geht von Staubfängern freizuhalten. Das heißt, dass möglichst nicht zu viele Deko-Artikel und Kuscheltiere herumstehen sollten. Könnt oder wollt ihr darauf aber nicht verzichten, achtet darauf diese regelmäßig zu säubern und vom Staub zu befreien. Bei Kuscheltieren ist es ratsam sie für ein paar Tage in das Gefrierfach zu legen oder sie, wenn möglich, bei 60°C zu waschen, um sie von den Milben zu befreien.

Empfehlenswert ist es zudem, zumindest im Schlafzimmer auf Teppichböden und Vorhänge zu verzichten. Wenn ihr darauf jedoch nicht ganz verzichten wollt, dann achtet darauf, dass es zumindest keine Hochfloor-Teppiche mit langen Fransen sind, in denen sich der Staub besonders gut festsetzt. Wichtig ist außerdem das Zimmer regelmäßig zu lüften, trocken zu halten und die Teppiche oft zu saugen. Außerdem sollten Teppiche und Polstermöbel mindestens alle drei Monate mit speziellen Mitteln gereinigt werden (diese sind in der Apotheke zu bekommen). Ein kleiner Tipp für die Reinigung: im Winter könnt ihr die Teppiche einfach in den Schnee legen und ausklopfen. Der Schmutz bleibt im Schnee hängen und ihr spart euch teure Kosten für die Reinigung.

Am Besten ist es, wenn ihr in eurem Schlafzimmer einen Holzfußboden verlegt und nur Holz- und Ledermöbel aufstellt. Die Milben können sich dort nicht festsetzen und finden so keinen Lebensraum. Außerdem kann man Holz und Leder leicht feucht abwischen und so schnell von Schmutz und Staub befreien.

Wenn die Symptome und Beschwerden besonders stark werden und die natürlichen Sofortmaßnahmen nichts mehr helfen, ist es empfehlenswert einen Arzt aufzusuchen und eine medikamentöse Behandlung einzuleiten. Helfen kann auch eine „Gewöhnungskur“, eine sogenannte Hyposensibilisierung. Dabei werden über einen längeren Zeitraum Allergene in steigenden Dosen verabreicht. Das kann mittels Tabletten, Tropfen oder Spritzen geschehen. Schlägt die Therapie an, gewöhnt sich der Körper an das Allergen und die Beschwerden verschwinden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.