Schlafmythen – was steckt dahinter?

Paar, liegen im Bett, schlafen umarmt

Bild: Fotolia

Über das Schlafen gibt es zahlreiche verschiedene Mythen. Die meisten sind zwar falsch, aber trotzdem sind sie weit verbreitet. Wir geben die Aussagen über den Schlaf einfach weiter, ohne zu wissen, dass diese inzwischen durch die neuen Erkenntnisse überholt sind. Wir haben uns mal die bekanntesten Mythen angeschaut und zeigen Euch was an ihnen dran ist.

Bei Vollmond schläft man schlecht:

Wer kennt es nicht? Man kann nicht einschlafen, wälzt sich im Bett und kommt, wenn man dann eingeschlafen ist, nicht wirklich zur Ruhe. Ein Blick aus dem Fenster und man sieht: Vollmond! Spätestens dann fängt man an, sich schlechten Schlaf einzureden und man übt sich so erfolgreich in Autosuggestion. Langzeitstudien konnten keine signifikanten Vollmondauswirkungen feststellen. Wenn Ihr also in einer Vollmondnacht schlecht geschlafen habt, war das mehr oder weniger eher Zufall.


Mittagsschlaf macht wieder fit:

Babys und Kleinkinder machen es richtig, sie gönnen sich Mittags eine Ruhepause. Auch in vielen anderen Ländern ist in der Mittagszeit „Siesta“ angesagt. Eigentlich sollten wir das genauso machen. Der Biorhythmus hat in der Regel einen Vier-Stunden-Takt, jeder erlebt also über den Tag verteilt mehrere Leistungstiefs. Wenn man Mittags sein erstes Tief hat, kann man das mit einem Mittagsschlaf verbinden. Wenn ihr nicht noch müder sein wollt als vorher, dann solltet ihr nicht länger als 20 Minuten schlafen, danach beginnt nämlich die Tiefschlafphase und man bewirkt genau das Gegenteil von dem was man erreichen will.


Der Schlaf vor Mitternacht ist besonders wichtig:

Diese Aussage stimmt so nicht. Es ist völlig egal wann man ins Bett geht. Der eine ist schon nach acht so müde, dass er schlafen gehen will, der andere erst um eins. Jeder Mensch hat einen anderen Biorythmus. Man quält sich als Nachtmensch nur, wenn man krampfhaft versucht vor Mitternacht einzuschlafen, nur weil irgendein Mythos das so sagt. Wichtig ist, dass man versucht eine Schlafzeit von ca. 7,5 Stunden einzuhalten. Von wann bis wann die sind, ist jedoch egal.


Schlaf kann man nachholen:

Stimmt. Wenn man mal zeitweise zu wenig Schlaf bekommen hat, kann man den am nächsten Tag nachholen. Jedoch sollte das nicht zur Gewohnheit werden. Man sollte auch nicht versuchen einfach vorzuschlafen, das führt zu noch mehr Müdigkeit.


Alkohol hilft beim Einschlafen:

Jein. Zwar schläft man mit Hilfe von Alkohol schneller ein, insgesamt wird die Schlafqualität aber beeinträchtigt. Man schläft insgesamt schlechter und kürzer und die Tiefschlafphasen werden gestört, so dass der Schlaf nicht wirklich erholsam ist. Regelmäßigen Alkoholkonsum vor dem Zubettgehen sollte man also vermeiden.


Zu spätes Essen schlägt auf den Magen:

Das ist falsch. Manche Menschen können mit leerem Magen gar nicht schlafen. Man darf sich also vor dem Zubettgehen noch eine Mahlzeit gönnen. Trotzdem sollte man aufpassen was man isst. Auf schweres oder fettes Essen sowie Speisen mit aufputschender Wirkung sollte man verzichten. Denn ein auf Hochtouren arbeitendes Verdauungssystem verhindert einen erholsamen Schlaf.


Fernsehen hilft beim Einschlafen:

Das nährt den Glauben, ohne die Gute-Nacht-Geschichten aus dem TV-Gerät finde man nicht mehr in den Schlaf.  Tatsächlich aber stört der Fernseher den Schlaf. Das flackernde Licht und der Ton erreichen das Hirn auch während wir schlafen und sorgen so dafür, dass der Schlaf nicht wirklich tief und erholsam ist.



 

 

 

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