Wie wird eine Bettwäsche hergestellt? Vom Garn bis zur fertigen Garnitur!

Bettwäsche_klJeder Mensch verbringt gut 1/3 seines Lebens im Bett. Damit man am nächsten Morgen erholt aufwacht, ist eine angenehme Bettwäsche in der man sich so richtig wohlfühlt, sehr zu empfehlen,  Aber wie wird eigentlich eine Bettwäsche hergestellt? Wir erklären es euch gerne wie aus einem Garn ein fertiger Bettbezug produziert wird.

Um aus einzelnen Garnen später einen gleichmäßigen Stoff herstellen zu können, müssen diese möglichst gleichmäßig zu einem Gewebe zusammengefügt werden. Um dies zu erreichen, werden die Garne gleichmäßig auf einer Rolle (Kettbaum) aufgewickelt. Diesen Vorgang nennt man Zetteln. Bevor das Garn gewickelt (gezettelt) wird, muss man es vorher mechanisch verstärken um ein Verknoten zu vermeiden. Dies erreicht man mit simpler Kartoffelstärke, man spricht hier von Schlichten.

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Anschließend können die Garne verwebt werden. Dazu werden die Kettfäden und die Schussfäden ineinander verwebt, somit entsteht ein glatter Stoff. Je nach Art der Fadenkreuzungen (Bindungen) entsteht ein für unterschiedliche Ansprüche gewünschtes Warenbild, z. B. Mako-Satin (weiches Gewebe) und Seersucker (luftiges Gewebe).  Wenn man ein flauschig-wärmendes Gewebe möchte, dann kann dies durch ein zusätzliches Aufrauen erreicht werden. Man spricht hier von Biber- oder Flanell-Qualitäten. Für eine reinweiße Optik wird die Baumwolle, welche eine natürliche cremefarbige Eigenfarbe besitzt, gebleicht. Durch das Bleichen erreicht man einen sehr hohen Weißgrad. Nun kann das fertige Gewebe mit beliebiger Farbe gefärbt oder einem gewünschten Design oder Motiv individuell bedruckt werden. Das Auswaschen von Restbestände erfolgt anschließend in einem separaten Waschprozess.

 

Um einen feineren Raueffekt für die beliebte Biber-Bettwäsche zu erreichen, kann jetzt das Gewebe  nochmals nachgeraut werden. Durch eine spezielles Verfahren kann die Grundware vor dem Einlaufen geschützt werden. Hierzu wird diese mechanisch gestaucht, sodass sie vorab schon einschrumpft. Diesen Vorgang nennt man in Fachkreisen auch Sanforisieren. Anschließend kann der Stoff, wenn es nötig ist, noch egalisiert werden. Die Egalisierung dient hier der Musterausrichtung, wenn sich das Warenbild etwas verzogen hat. Nun kann aus dem fertigen Gewebe die Bettwäsche konfektioniert werden. Das heißt die Bettwäsche wird in der gewünschten Größe zugeschnitten, vernäht und der Reißverschluss oder Knopfverschluss angebracht. Zum Abschluss wird die Ware noch einmal kontrolliert und dann verpackt.

Damit ihr euch den Ablauf der Produktion noch besser vorstellen könnt, werfen wir jetzt noch einen Blick hinter die Kulissen bei einem unserer Lieferanten:

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Schaut doch gleich nach einer neuen Lieblings-Bettwäsche (http://de.erwinmueller.com/shop/gruppe-DE-de-EM/Schlafen/Bettwaesche/Bettgarnituren).

Wenn man weiß, wie etwas hergestellt wird, macht das Shoppen gleich noch mehr Spaß!